10/08/2020

Ein Security Deshi auf Reisen [DE]

Eine Geschichte aus dem Leben eines Praktikanten

 

Im Zuge meines Studiums, „Sichere Informationssysteme“ habe ich ein verpflichtendes Berufspraktikum absolviert. Die Auswahl eines Praktikumsgebers stellt Studenten, die in kürzester Zeit so viele unterschiedliche Bereiche einer Sparte kennenlernen, vor die Frage: „Was will ich eigentlich wirklich machen?“

Hier hat sich Limes Security durch ihren Facettenreichtum als Eldorado für angehende Security Experten entpuppt. Während meines Praktikums wurde ich in die unterschiedlichsten Projekte eingebunden und konnte schnell herausfinden wo meine Stärken sowie Schwächen liegen. Vor allem konnte ich dadurch feststellen, dass es genau diese Abwechslung von Projekten ist, die unseren Job so spannend macht. Seien es nun die internen Projekte, welche man privat zum Teil sogar als Spielereien bezeichnen würde, umfangreiche Risk-Assessments, welche Management und Technik vereinen oder Penetrationtests bei Kunden vor Ort, in Umgebung von denen Security Experten oft nur träumen können.

Mein persönliches Highlight war die Möglichkeit an einer Studie der De Montfort University im Bereich „Agile Incident Response for Industrial Control Systems“ (AIR4ICS) teilzunehmen. Für mich war das eine Dienstreise, welche einerseits eine steile Lernkurve im Bereich Red/Blue-Teaming mit sich brachte, mir andererseits aber auch zeigte, wie viel Wert daraufgelegt wird, einem Studenten ein spannendes Praktikum zu ermöglichen.

Ein spannendes Arbeitsumfeld allein macht noch kein gutes Praktikum oder einen großartigen Arbeitsplatz aus. Für mich persönlich spielt der Umgang mit den KollegInnen eine große Rolle dabei, wie gerne ich zur Arbeit gehe und meine alltäglichen Aufgaben anpacke. Auch hier wurde ich in keiner Weise enttäuscht. Von Tag eins an wurde ich als fixer Bestandteil des Teams betrachtet und behandelt, als würde man sich schon ewig kennen. Um noch einmal auf die persönlichen Stärken und Schwächen zurückzukommen: gerade hier zeigt sich wie das Miteinander funktionieren kann. Schon nach kürzester Zeit wurde ich nach meiner Expertise zu Projekten und allfälligen Security-Themen, welche uns intern beschäftigten, gefragt. Auf der anderen Seite konnte ich mich jeder Zeit darauf verlassen, dass mir bei Thematiken, wo mir der Background fehlte oder mein Skillset noch nicht ausreichend geschärft war, geholfen wurde.

Seit meinem ersten Arbeitstag sind nun schon über ein Jahr vergangen und rückblickend kann ich nur sagen, dass ich froh darüber bin meine Angst gegenüber dem ersten Job im Bereich IT/OT-Security überwunden und mich der Herausforderung gestellt zu habe, meine Fähigkeiten in einem zu diesem Zeitpunkt noch kleineren Unternehmen, wo die Arbeit eines jeden Einzelnen zu Erfolg und Misserfolg beiträgt, unter Beweis zu stellen.

Zum Abschluss bleiben mir nur zwei Dinge, die ich sagen möchte:

(1) Ein großes Dankeschön an Peter und Thomas, welche mir dieses Praktikum und die tollen Erfahrungen ermöglicht haben und

(2) an alle die überlegen sich bei uns zu bewerben: Go for it – Operational Technology ist kein Hexenwerk!

 

David Schauer